- Eigenkapitalsituation
Die
Eigenkapitalsituation im Handwerk hat sich deutlich verschlechtert.
Der Anteil der Unternehmen mit weniger als 25 Prozent
Eigenkapitalanteil ist von 28,3 Prozent der Unternehmen in der
Umfrage 1999 auf 33,7 Prozent in der Umfrage 2001 gestiegen.
Einen
Eigenkapitalanteil von weniger als zehn Prozent hatten 1999 elf
Prozent der Unternehmen. Dieser Anteil hat sich jetzt auf 14,3
Prozent erhöht.
Die schlechte
Konjunktursituation hat offensichtlich dazu geführt, dass die
Unternehmen zunehmend von der Substanz lebten.
- Hauptbankverbindung
Die
Hauptbankverbindung der Handwerksunternehmen hat sich zugunsten der
Sparkassen verschoben. Waren 1999 noch 56,3 Prozent unserer
Handwerker Kunden der Sparkassen so sind es jetzt 65,1 Prozent.
Der Anteil der
Genossenschaftsbanken verschob sich im genannten Zeitraum nur wenig.
Er veränderte sich von 20,2 Prozent im Jahr 1999 auf jetzt 20,8
Prozent.
Die privaten
Großbanken dagegen haben deutlich in der Gunst der Handwerker
verloren. Ihr Anteil sank von 23,6 auf 14,1 Prozent in der Umfrage
2001.
Einen Bankenwechsel
haben seit der Unternehmensgründung 29,1 Prozent der Handwerker,
die Kunden bei Genossenschaftsbanken sind vorgenommen, 14,4 Prozent
der Handwerker, die Kunden von Stadtsparkassen sind und 28,9 Prozent
der Handwerker, die Kunden bei privaten Großbanken sind, haben seit
der Unternehmensgründung einen Bankenwechsel vorgenommen.
- Zufriedenheit der Handwerker mit den
Banken
Der Zufriedenheit der
Handwerker mit ihren Banken hat sich seit der Umfrage 1999 nicht
signifikant verändert. Die Note "befriedigend oder
besser" erteilten 1999 79 Prozent der Unternehmen während es
2001 80,3 Prozent waren.
Die Bewertung der
unterschiedlichen Banken der Handwerker mit Schulnoten zeigt keine
signifikanten Unterschiede. Bei den Genossenschaftsbanken beurteilen
80,3 Prozent der Handwerker befriedigend oder besser. Bei den
Stadtsparkassen sind es 80,0 Prozent und bei den privaten
Großbanken 86,0 Prozent.
- Benachteiligung mittelständischer
Unternehmen gegenüber Großkunden bei Banken
26,6 Prozent der
befragten Handwerker fühlten sich im Jahre 1999 gegenüber
Großkunden bei ihren Banken benachteiligt. Hier ist seither eine
leichte Verbesserung eingetreten. In der Umfrage 2001 gaben dies
21,4 Prozent der Befragten an. Das hängt wohl damit zusammen, dass
viele Handwerkskunden den privaten Großbanken den Rücken gekehrt
haben.
Bei den privaten
Großbanken werden immerhin 89,5 Prozent der Handwerkskunden
gegenüber Großkunden benachteiligt. Benachteiligt gegenüber
Großkunden fühlen sich bei den Genossenschaftsbanken 70,6 Prozent
der Handwerker, bei den Stadtsparkassen und Kreissparkassen sind es
78,8 Prozent.
- Reaktion der Banken auf finanzielle
Engpässe
Die
Risikobereitschaft der Banken ist gesunken. Während in der Umfrage
1999 noch 40,4 Prozent der Handwerker angaben, dass bei finanziellen
Engpässen zusätzliche Sicherheiten aus dem Privatvermögen
vorzuweisen seien, so ist dieser Anteil heute auf 52,1 Prozent
gestiegen. die These, "gerade dann wenn es regnet, wird der
Regenschirm häufig zugeklappt" hat sich damit erneut
bestätigt. Das Thema Risikokapital hat zudem an Brisanz signifikant
gewonnen.
Die
Risikobereitschaft der verschiedenen Bankengruppen ist sehr
unterschiedlich ausgeprägt: Bei finanziellen Engpässen geben 27,8
Prozent der Kunden von Genossenschaftsbanken an, dass neue
Kreditmittel ohne weitere Sicherheiten zur Verfügung gestellt
werden. Bei den Sparkassen sind dies 21,8 Prozent der
Handwerkskunden die dort ihre Hauptbankverbindung unterhalten. Bei
den privaten Großbanken aber sind es nur 13,2 Prozent der befragten
Handwerker. Hier zeigt sich also ein deutliches Gefälle.
- Bekanntheitsgrad der
Bürgschaftsbank