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    Nordrhein-Westfälischer Handwerkstag

    PRESSE-INFORMATION Nr. 5 / 2010 vom 16. März 2010

    P R E S S E - S T A T E M E N T
    von Präsident Prof. Wolfgang Schulhoff aus Anlass des "Branchendialogs" der NRW-Landesregierung mit der Wirtschaft am 16. März 2010

    "Ich habe in der Sitzung des Branchendialogs der Landesregierung und Herrn Ministerpräsident Rüttgers ganz persönlich gedankt. Als nordrhein-westfälisches Handwerk sind wir einigermaßen gut durch das Krisenjahr 2009 gekommen.

    Das hat viele Gründe. Einer aber war ganz entscheidend: Das Land NRW hat mit der schnellen Umsetzung des Konjunkturpaketes II und vor allen Dingen mit der Vergabe an den örtlichen und regionalen Mittelstand Zeichen gesetzt. Das war sehr wichtig. Wir sind uns mit den kommunalen Spitzenverbänden einig, dass Nordrhein-Westfalen damit bundesweit ein Modell geschaffen hat, das seinesgleichen sucht.

    Früher hat man nach Bayern und Baden-Württemberg geschaut, wenn es um Mittelstandsfreundlichkeit ging. In diesen Bundesländern war die Auftragsvergabe aber viel zentralistischer und umständlicher. Wer heute nach dem mittelstandsfreundlichsten Bundesland sucht, der kann an NRW nicht vorbei!

    Das alles hat dem Handwerk nachhaltige Impulse verschafft: Die Investitionsbereitschaft hat sich nach ersten Frühjahrsumfragen wieder leicht erhöht. Das Handwerk wird auch in 2010 beschäftigungsstabil bleiben.

    Wir haben noch ein zweites Pfund, mit dem wir in Nordrhein-Westfalen wuchern können: Das ist das Vertrauensverhältnis zwischen Gewerkschaften und Wirtschaft. Mein Freund Guntram Schneider hat das einmal als den wichtigsten Standortfaktor in NRW bezeichnet. Recht hat er.

    Der Branchendialog ist Ausdruck dieses besonderen Vertrauensverhältnisses.

    Wir wollen gemeinsam erreichen, dass in der Krise und auch im hoffentlich kommenden Aufschwung niemand zurückgelassen wird. Darum war es wichtig, dass Herr Ministerpräsident Rüttgers heute dem Ausbildungskonsens einen neuen Impuls gegeben hat. Wir haben zugestimmt, dass das Gevelsberger Modell regulärer Bestandteil der Bildungsförderung in Nordrhein-Westfalen wird. Danach soll mit jedem Hauptschüler, der abgehängt zu werden droht, ein individueller Fördervertrag abgeschlossen werden.

    Dieser wichtige Vorstoß, Herr Ministerpräsident, wird nicht ungehört verhallen. Wir werden gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, damit das ein Erfolg wird.

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